Akupunktur

Die Akupunktur (lat.: acus = Nadel, punctio = das Stechen), ist ein Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM), welche eine über 3000 Jahre alte Geschichte aufweist.

Akupunktur

akupunktur-1Aus der Sichtweise der traditionellen chinesischen Medizin fließt die Lebensenergie, das sog. Qi auf definierten Leitbahnen, den Meridianen, durch den Körper. Ist ein Mensch gesund, befindet er sich im vollkommenen energetischen Gleichgewicht. Eine Krankheit stellt in diesem Sinne eine energetische Störung dar, welche mit Hilfe der Akupunktur behoben werden kann. Durch das Stechen zuvor festgelegter Akupunkturpunkte kann das Qi im Körper verteilt, tonisiert oder bei schadhaften Fülle-Zuständen aus dem Körper entfernt werden.


Vor der Therapie steht aber zunächst die Diagnose, welche über ein ausführliches Erstgespräch (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung gestellt wird.

Bei der körperlichen Untersuchung liegt in der traditionellen chinesischen Medizin dabei das Hauptaugenmerk auf der Begutachtung der Zunge (Zungendiagnose), sowie das Tasten des Pulses (Pulsdiagnose).

Nach der Festlegung des zu behandelnden Musters, werden die ausgewählten Akupunkturpunkte mit sterilen Einwegnadeln gestochen. Nach einem leichten Stich, wird der Akupunkturpunkt stimuliert, bis es zum sog. De-Qi-Gefühl kommt. Dieses wird von den Patienten meist als dumpfes Ziehen oder Drücken, evtl. auch Wärmegefühl beschrieben.

Bei chronischen Erkrankungen ist ein Behandlungszyklus von mindestens 10 Behandlungen notwendig. Dabei wird je nach Krankheitsfall 1-2 mal die Woche gestochen. Die Nadeln verweilen dabei 20-30 Min. im Körper, während der Patient entspannt.

Anwendungsgebiete für die Akupunktur:

- Erkrankungen der Atemwege

(z.B. Asthma, Bronchitis, Sinusitis, Erkältungskrankheiten)

- Allergien(Heuschnupfen,Neurodermitis, Nahrungsmittelunverträglichkeiten)

- Erkrankungen des Bewegungsapparates ( z.B. HWS-, BWS-, LWS-Beschwerden, chron. Rückenschmerzen, Arthrose, Ischialgie, Tennisarm/Golfarm)

- Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes (z.B. Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

- Neurologische Erkrankungen (z.B. Migräne, Neuralgien, Missempfindungen, Lähmungen nach Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose)

- Sexuelle Störungen (z.B. unerfüllter Kinderwunsch, Impotenz, Regelstörungen, Menstruationsschmerzen)

- Raucherentwöhnung